Die Leber ist die größte Drüse und das zentrale Stoffwechselorgan des Körpers. Sie liegt direkt unter dem Zwerchfell, überwiegend im rechten Oberbauch, reicht jedoch nach links über den Magen hinaus.
Die Leber (Hepar) ist das zentrale Organ des Kohlenhydrat-, Fett- und Eiweißstoffwechsels. Sie ist das erste Organ, das die im Darm aufgenommenen Nährstoffe erreicht (Ausnahme: Fette). Durch ihre Weiterverarbeitung reguliert sie maßgeblich die Konzentration dieser Stoffe im Blut. Dabei ist sie in der Lage, Kohlenhydrate in Fett sowie Proteine in Kohlenhydrate umzuwandeln.
Eine weitere wichtige Funktion ist die Entgiftung. Stoffwechselprodukte wie Ammoniak oder körperfremde Substanzen wie Medikamente werden so umgebaut, dass sie über die Niere oder die Galle ausgeschieden werden können. Durch die Galleproduktion ist die Leber zudem an der Fettverdauung beteiligt.
Ebenso bildet die Leber wichtige Plasmaproteine, darunter Albumin, Gerinnungsfaktoren und Akut-Phase-Proteine, die eine Rolle in der Immunabwehr spielen. Außerdem fungiert sie als Speicherorgan, insbesondere für Glykogen, Vitamine und Eisen.
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