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Meiose I & II

EP
5 Minuten Lesezeit

Die Meiose dient der Fortpflanzung von Eukaryoten. Eine Körperzelle teilt sich in vier Keimzellen. Diese Keimzellen reifen zu Gameten (Geschlechtszellen) heran: Bei Männchen werden Spermien und bei Weibchen Eizellen gebildet. Aus einem diploiden (doppelten) wird ein haploider (einfacher) Chromosomensatz. Die Meiose kann in 2 Phasen untergliedert werden. Die Reduktionsteilung (1. Reifeteilung) und Äquationsteilung (2. Reifeteilung).

Prophase I (Meiose)

Prophase I

Die Chromosomen kondensieren und sind als X- förmige Struktur erkennbar. Homologe 2-Chromatid- Chromosomen (Tetraden) von Mutter und Vater paaren sich. Das Crossing-over findet statt. Crossing-over = DNA Austausch (stellt genetische Vielfalt sicher).

Metaphase I (Meiose)
Anaphase I (Meiose)
Telophase I (Meiose)

Metaphase I

Die homologen Chromosomenpaare (Tetraden) ordnen sich in der Äquatorialebene an.

 

Anaphase I

Die Chromosomen werden zu den Polen des Spindelapparats gezogen.

 

 

Telophase I

Die DNA dekondensiert. Der Spindelapparat löst sich auf und die Kernmembran bildet sich. 2 Tochterzellen mit jeweils haploiden Chromosomensatz resultieren.

Prophase II (Meiose)

Prophase II

Die DNA kondensiert wieder und der Spindelapparat bildet sich wieder.

 

Metaphase II (Meoise)

Metaphase I

Die Chromosomen ordnen sich in der Äquatorialeben an und der Spindelapparat heftet an die Centromere.

 

Anaphase II (Meiose)

Anaphase II

Die Chromatiden werden getrennt und werden zu den Polen gezogen.

 

Telophase II (Meoise)

Telophase II

Die DNA dekondensiert und der Spindelapparat löst sich auf. Haploide

Keimzellen mit Ein Chromatid-Chromosomen (1n; 1c) sind entstanden.

Der Ablauf der Meiose ist beim Mann und der Frau gleich. Der Unterschied besteht im Reifungsprozesse der Keimzellen.

Beim Mann: Spermatogenese

  • Die Spermatogenese beginnt in der Pubertät und dauert lebenslang an.
  • Eine Urkeimzelle (Spermatogonie) durchläuft die Meiose.
  • Nach der ersten meiotischen Teilung entstehen zwei haploide Sekundäre Spermatozyten.
  • Nach der zweiten meiotischen Teilung entstehen daraus vier Spermatiden, die sich weiter zu vier funktionsfähigen Spermien entwickeln.
  • Ergebnis: Aus einer Keimzelle entstehen vier gleichwertige, befruchtungsfähige Spermien.

Bei der Frau: Oogenese

  • Die Oogenese beginnt bereits vor der Geburt, wird aber erst in der Pubertät wieder aufgenommen und endet in den Wechseljahren.
  • Eine Urkeimzelle (Oogonie) beginnt die Meiose, bleibt aber in der Prophase I bis zur Pubertät stehen.
  • In jedem Menstruationszyklus reift dann eine primäre Oozyte weiter:
    • Nach der ersten meiotischen Teilung entsteht eine große sekundäre Oozyte und ein kleines Polkörperchen, das kaum Zytoplasma enthält.
    • Nach der zweiten meiotischen Teilung (erst bei Befruchtung) entstehen schließlich die reife Eizelle und zwei weitere Polkörperchen.
  • Ergebnis: Aus einer Keimzelle entsteht nur eine einzige befruchtungsfähige Eizelle, die den Großteil des Zytoplasmas erhält – und drei kleine, nicht-funktionsfähige Polkörperchen, die absterben.
Zuletzt aktualisiert am 08.07.2025
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