Medi Know
Logo Image

Notfallmedizinische Basisdiagnostik und Basismaßnahmen

2 Minuten Lesezeit

In der Notfallversorgung gibt es einige Schritte, die standardmäßig erfolgen sollten:

  • Basismonitoring:
    • Blutdruckmessung (nicht-invasiv)
    • Elektrokardiogramm (EKG)
    • Pulsoxymetrie
    • Temperaturmessung
  • Sauerstoffgabe abhängig von Sauerstoffsättigung
  • Anlage eines peripheren Venenzugangs
  • Blutentnahme: kleines Blutbild, Elektrolyte, Transaminasen, Kreatinin, Harnstoff, Laktat, INR, pTT, (ACS: Troponin, CK-MB; LAE: D-Dimere)
  • Blutgasanalyse
  • Notfallsonographie: FAST-Schema
  • Computertomographie (CT) je nach klinischer Gesamtsituation
    • Polytrauma: Ganzkörper-CT auch bei unauffälligem Notfallsonographie-Befund
      → Schnelle Erfassung des Verletzungsmusters
      → Unter laufender Reanimation möglich

Die E-FAST Sonographie (Extended Focused Assessment with Sonography for Trauma) ist eine fokussierte Untersuchung von Traumapatient:innen. Hierbei werden 4 Regionen untersucht, in denen sich freie Flüssigkeit ansammeln kann. Bis zum Beweis des Gegenteils ist jede Flüssigkeitsansammlung als Blutung zu werten.

  1. Rechtsseitiger Flankenschnitt: perihepatisch & hepatorenal (Morison-Pouch)
  2. Linksseitiger Flankenschnitt: perisplenisch & splenorenal (Koller-Pouch)
  3. Suprapubischer Längs-/Querschnitt:
    ♀Excavatio rectouterina (Douglas-Raum) bzw.
    ♂Excavatio rectovesicalis (Proust-Raum)
  4. Subxiphoidal: perikardiale Flüssigkeit
  5. Pleura: zur Detektion eines Pneumothorax (physiologisch: „Ameisenlaufen“ = Pleurabewegungen; Barcode-Zeichen im M-Mode → Hinweis für einen Pneumothorax)
E-FAST-Notfallsonographie
Zuletzt aktualisiert am 25.09.2024
Endotracheale Intubation
4 H‘s und HITS
Deine Medizin-Lernplattform
Jetzt weiterlesen
Zugang zu diesem und über 800 weiteren leitlinienbasierten Artikeln, unserem einzigartigen medizinischen AI-Tutor und Quiz