- Der Skelettmuskel besteht aus Muskelfaszikeln, die sich aus vielen Muskelfasern zusammensetzen
- Eine Muskelfaser ist ein vielkerniges Synzytium, das durch Fusion einkerniger Myoblasten in der Embryonalentwicklung entsteht
- Im Zytoplasma liegen zahlreiche Myofibrillen, die aus vielen hintereinandergeschalteten Sarkomeren bestehen
- Das Sarkomer ist die kleinste kontraktile Einheit und enthält die kontraktilen Myofilamente:
- Aktin (dünne Filamente)
- Myosin (dicke Filamente)
- Muskelkontraktion beruht auf dem Gleiten der Myofilamente gegeneinander

OpenStax College, CC BY 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by/3.0>, via Wikimedia Commons
TippHierarchie der Skelettmuskulatur: Muskel → Muskelfaszikel → Muskelfaser → Myofibrille → Sarkomer (kontraktile Einheit mit Myofilamenten = Aktin & Myosin)
- Vielkernige Zelle (Synzytium) mit randständigen Zellkernen (bis > 100 pro Faser, mit Nukleolus)
- Durchmesser: ca. 10–100 μm
- Länge: bis zu 20 cm
- Enthält zahlreiche Myofibrillen als kontraktile Untereinheiten
- Umgeben von einer Basallamina
- Muskelwachstum wird durch Myostatin gehemmt
- Regeneration erfolgt über teilungsfähige Satellitenzellen (multipotente Stammzellen des Skelettmuskels)
- Lokalisation: Sie liegen zwischen der Basalmembran und dem Sarkolemm der Muskelfasern
- Im Normalzustand sind sie ruhend
- Nach Verletzung: Aktivierung → Proliferation → Differenzierung → Ersatz/Regeneration geschädigter Fasern
Spezielle Zellbestandteile der Muskelfaser:
- Sarkoplasma
- Bezeichnung für das Zytoplasma der Muskelfaser
- Sarkolemm
- Zellmembran der Muskelfaser
- Bildet tiefe Einstülpungen in das Zellinnere
- Diese Einstülpungen heißen transversale Tubuli (T-Tubuli)
- Sarkoplasmatisches Retikulum
- Entspricht dem endoplasmatischen Retikulum
- Verläuft longitudinal entlang der Myofibrillen
- Speichert Calciumionen für die Kontraktion
- Auch als longitudinales System (L-System) bezeichnet
- Sarkosomen
- Mitochondrien der Muskelfaser
- Triade
- Besteht aus einem T-Tubulus und zwei angrenzenden L-Tubuli
- Ermöglicht die Erregungsübertragung von der Zellmembran ins Zellinnere
Skelettmuskelfaszikel in Längs- und Querschnitt:

Skelettmuskel im Querschnitt:
Spezielle Zellbestandteile der Muskelfaser:
- Sarkoplasma
- Bezeichnung für das Zytoplasma der Muskelfaser
- Sarkolemm
- Zellmembran der Muskelfaser
- Bildet tiefe Einstülpungen in das Zellinnere
- Diese Einstülpungen heißen transversale Tubuli (T-Tubuli)
- Sarkoplasmatisches Retikulum
- Entspricht dem endoplasmatischen Retikulum
- Verläuft longitudinal entlang der Myofibrillen
- Speichert Calciumionen für die Kontraktion
- Auch als longitudinales System (L-System) bezeichnet
- Sarkosomen
- Mitochondrien der Muskelfaser
- Triade
- Besteht aus einem T-Tubulus und zwei angrenzenden L-Tubuli
Ermöglicht die Erregungsübertragung von der Zellmembran ins Zellinnere

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- Durchmesser: ca. 1 μm
- Länge: erstreckt sich über die gesamte Muskelfaser
- Aufbau: aus vielen hintereinandergeschalteten Sarkomeren (ca. 1000 Sarkomere)
- Funktion: bildet den kontraktilen Apparat der Muskelfaser
- Histologische Merkmale: Myofibrillen erscheinen als feine Punkte; durch die Fixation weichen sie artefiziell auseinander, sodass scheinbar Bündel mit hellen, Zwischenräumen entstehen → sogenannte Cohnheim-Felderung (Fixierungsartefakt)
Skelettmuskelfaser im Querschnitt:

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- Sarkomere sind die kleinsten kontraktilen Einheiten der Muskelfaser
- Länge in Ruhe ca. 2,2 μm
- Bestehen aus parallel angeordneten Myofilamenten: Aktinfilamente (dünn) und Myosinfilamente (dick)
- 1 Myosinfilament ist von 6 Aktinfilamenten umgeben
- A-Bande
- Enthält überlappende Aktin- und Myosinfilamente
- Erscheint dunkel und anisotrop (doppelt brechend)
- H-Zone
- Heller Bereich im Zentrum der A-Bande
- Enthält nur Myosin, ohne Aktinüberlappung
- In der Mitte liegt die M-Linie mit Verankerung der Myosinfilamente
- Titin zieht von der M-Linie zur Z-Scheibe
- In der H-Zone gibt es keine Myosinköpfe
- I-Bande
- Enthält nur Aktinfilamente, Erscheint hell und isotrop (einfach brechend)
- Z-Scheibe
- Trennlinie im Zentrum der I-Bande
- Trennt zwei benachbarte Sarkomere
- Enthält α-Aktinin (verankert Aktinfilamente) und Cap-Z-Protein
- Titin verankert Myosinfilamente in der Z-Scheibe und verleiht dem Muskel eine passive Elastizität. Es sorgt bei Dehnung für die Rückführung der Sarkomerlänge auf den Ausgangswert durch elastische Rückstellkraft
- Sarkomerketten sind in Myofibrillen linear angeordnet
- Liegen nahezu versatzfrei nebeneinander
- Intermediärfilamente verlaufen ringförmig um die Myofibrillen auf Höhe der Z- Scheiben und fixieren die Myofibrillen untereinander
- Die regelmäßige Anordnung ergibt die typische Querstreifung
- Verbindung zum Sarkolemm über das Zytoskelett und Costamere (Proteinkomplexe)
MerkeReihenfolge der Sarkomer-Banden: Z-I-A-H-M-H-A-I-Z: „zieh ich am Haare mir herbei“
Elektronenmikroskopische Aufnahme (TEM):


Quergestreifte Skelettmuskelfaser (HE-Färbung), helle I- und dunkle A-Banden
Die flachen Zellkerne am Rand stammen von den Skelettmuskelfasern,
während die rundlichen Zellkerne den Fibrozyten im Endomysium zugeordnet werden:

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Endomysium:
- Umgibt einzelne Muskelfasern
Perimysium:
- Besteht aus bindegewebigen Septen
- Strahlt vom Epimysium in den Muskel ein und unterteilt ihn
- Perimysium internum: umgibt Primärbündel, die aus 200– 250 Muskelfasern bestehen
- Perimysium externum: umgibt Sekundärbündel, die durch Zusammenlagerung mehrerer Primärbündel entstehen
Epimysium:
- Besteht aus lockerem Bindegewebe
- Umgibt den gesamten Skelettmuskel
- Umschließt mehrere Sekundärbündel und formt dadurch Tertiärbündel
- Vom Epimysium ziehen Septen des Perimysium externum ins Muskelinnere
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L-System (longitudinales System)
- Spezialisierte Form des sarkoplasmatischen Retikulums
- Besteht aus einem Röhrensystem aus L-Tubuli
- Verläuft längs (longitudinal) entlang der Myofibrillen
- L-Tubuli stehen untereinander in Verbindung
- Funktion:
- Speicherung von Calciumionen (Ca2+) im Ruhezustand
- Freisetzung von Calciumionen bei Muskelkontraktion
- Rückaufnahme der Calciumionen bei Muskelerschlaffung
T-Tubuli (transversale Tubuli)
- Besteht aus schlauchförmigen Einstülpungen des Sarkolemms
- T-Tubuli ziehen von der Zelloberfläche tief in das Zellinnere
- Quer zur Längsachse der Muskelfasern orientiert
- Funktion:
- Leitung der Erregung vom Sarkolemm zu den tieferliegenden Myofibrillen
- Sicherstellung einer synchronen Kontraktion aller Myofibrillen einer Faser
Triade
- Aufbau:
- T-Tubulus in der Mitte plus zwei angrenzende Terminalzisternen des L-System an den Seiten
- Triadenfüßchen: Proteinbrücken, die den T-Tubulus mit den Terminalzisternen verbinden und die Signalübertragung ermöglichen
- Lokalisation:
- An der Grenze zwischen A-Bande und I-Bande jedes Sarkomers
- Pro Sarkomer sind zwei Triaden vorhanden (an beiden Enden)
- Funktion:
- Zentrale Struktur der elektromechanischen Kopplung
- Erregungsleitung über den T-Tubulus
- Aktivierung der Calciumfreisetzung aus den Terminalzisternen
- Zentrale Struktur der elektromechanischen Kopplung

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