- Wirkung: Durch starken Agonismus auf die α₁-Rezeptoren sorgt Noradrenalin für eine starke Vasokonstriktion (Erhöhung der Nachlast ⟶ Erhöhung des myokardialen Sauerstoffverbrauchs, reflektorisch reduzierte Herzfrequenz, „Reflexbradykardie“)
- Indikationen
- Perioperativ zur Anhebung des Blutdrucks
- Notfalltherapie zur Anhebung des Blutdrucks
- Vasokonstriktor der 1. Wahl bei septischem Schock
- Ggf. Begleittherapie bei weiteren Schockformen (neurogener Schock, hypovolämer Schock)
- Zusatz zu Lokalanästhetika
- Darreichungsform: jeweils 1 mg/ml
- 1 ml Ampulle
- 25 ml Durchstechflasche
- Dosierungsvorschlag: Dosis kann individuell stark schwanken und ist abhängig von der Ausprägung der hämodynamischen Instabilität
- Bolusgabe: 5–10 µg (1:100)
→ entspricht 0,5–1 ml einer Verdünnung von 1 mg Noradrenalin in 100 ml Lösungsmittel - Perfusor: 0,01–0,1 µg/kgKG/min (bei leichter bis mittlere hämodynamischer Instabilität, 0,1–1 μg/kgKG/min i.v. (bei schwerer hämodynamischer Instabilität)
- Bolusgabe: 5–10 µg (1:100)
AchtungOhne invasives hämodynamisches Monitoring sollte keine Dauertherapie mit Noradrenalin erfolgen!
TippInformiere dich unbedingt über die klinikinternen Standarddosierungen, um Missverständnisse zu vermeiden. Als Faustregel kannst du dir merken, dass in der Notfallmedizin eher niedrige Konzentrationen und hohe Laufraten gewählt werden, um Dosierungsfehler zu reduzieren. Dagegen sind in der Intensivmedizin meist hohe Konzentrationen und niedrige Laufraten üblich, um häufige Spritzenwechsel zu vermeiden.
- S3-Leitlinie: Analgesie, Sedierung und Delirmanagement in der Intensivmedizin, Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI)
- Leitlinie: Empfehlungen zur perioperativen Anwendung von Metamizol, Expertenempfehlung des Arbeitskreises Akutschmerz der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V., des Wissenschaftlichen Arbeitskreises Schmerzmedizin der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI) und der Chirurgischen Arbeitsgemeinschaft Akutschmerz der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie e.V. (DGCH) unter Beteiligung von Vertretern der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft




