Die Bevölkerungsentwicklung wird durch Geburten, Sterbefälle und Migration bestimmt. Alter, Geschlecht, Bildung, Einkommen, Familienstruktur und soziale Lebensbedingungen beeinflussen Bevölkerungsstruktur sowie Lebens- und Gesundheitschancen. Die Bevölkerungspyramide bildet Alters- und Geschlechtsstruktur ab und zeigt Entwicklungen von Geburten, Sterblichkeit und Migration. Eine schmale Basis bei wachsendem Anteil älterer Menschen spricht für niedrige Geburtenraten und demografische Alterung.
Zentrale demografische Kennziffern sind Geburtenrate, Sterberate, Fertilitätsrate, Lebenserwartung und Altersquotient. Die Fertilitätsrate bezeichnet die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau, die Lebenserwartung die erwartbare Lebensdauer und der Altersquotient das Verhältnis älterer Menschen zur Bevölkerung im Erwerbsalter. In der Schweiz wird die Alterung voraussichtlich fortschreiten, da die Babyboom-Jahrgänge höhere Altersgruppen erreichen.
Die Theorie des demografischen Übergangs beschreibt den Wandel von hohen zu niedrigen Geburten- und Sterberaten. Anfangs ist das Wachstum gering. Verbesserte Lebensbedingungen, Ernährung, Hygiene und Medizin senken zunächst die Sterblichkeit, während hohe Geburtenraten starkes Wachstum verursachen. Später sinkt auch die Geburtenrate und das Wachstum verlangsamt sich. Der Verlauf variiert regional.
Nach Omrans Theorie des epidemiologischen Übergangs verlieren Infektionskrankheiten und akute Todesursachen bei steigender Lebenserwartung relativ an Bedeutung, während chronische und degenerative Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Tumoren und neurodegenerative Erkrankungen zunehmen. Infektionen bleiben jedoch relevant und können durch neue Erreger, Pandemien oder Ungleichheiten erneut an Bedeutung gewinnen.
Demografie und Gesundheit sind eng verbunden. Fertilität, Mortalität, Migration und Altersstruktur beeinflussen Krankheitshäufigkeiten und Versorgungsbedarf. Die Zunahme altersassoziierter Erkrankungen stellt Gesundheitssysteme vor besondere Herausforderungen.
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