Spinalganglion
Ein Ganglion (Mehrzahl Ganglien) ist eine Ansammlung von Nervenzellkörpern im peripheren Nervensystem. Im ZNS werden diese Ansammlungen eher als Nuclei bezeichnet.
- Lage: Spinalganglien sind an der dorsalen Wurzel (Radix posterior) jedes Spinalnerven
- Zelltyp: Enthalten die Perikaryen pseudounipolarer afferenter Nervenzellen
- Histologische Merkmale:
- Perikaryen: dicht gedrängt, in Gruppen organisiert
- Zellkern: groß, zentral, mit deutlich erkennbarem Nukleolus
- Zytoplasma
: feinkörnige Nissl-Schollen → im Lichtmikroskop als basophile Körnung sichtbar
- Zellkern: groß, zentral, mit deutlich erkennbarem Nukleolus
- Satellitenzellen: bilden einen Zellkranz um jede Nervenzelle (kleine dunkle Zellkerne in der HE-Färbung)
- Bindegewebe:
- Von straffer Bindegewebskapsel (Perineurium) umgeben
- Kapsel bildet Septen, die das Ganglion in kleinere Zellgruppen unterteilen
- Gefäßversorgung: Blutgefäße liegen v. a. in den Septen und nahe den Zellgruppen, Ganglion insgesamt eher schwach vaskularisiert
- Perikaryen: dicht gedrängt, in Gruppen organisiert
Spinalganglion:

OpenStax College, CC BY 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by/3.0>, via Wikimedia Commons
Vegetatives Ganglion
- Bestehen aus Ansammlungen von multipolaren Nervenzellkörpern (Perikaryen) im peripheren Nervensystem
- Von den Nervenzellkörpern gehen Nervenfasern aus, die Teil des autonomen Nervensystems sind
- Unterscheidung je nach Faserart in zwei Haupttypen
- Sympathisches Ganglion (Ganglion sympathicum)
- Parasympathisches Ganglion (Ganglion parasympathicum)
- Die Perikaryen sind im Vergleich zu den Spinalganglien kleiner
- Jede Nervenzelle
ist von Satellitenzellen umgeben
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