Der Kohlenhydratstoffwechsel ist ein zentraler biochemischer Prozess, der die Bereitstellung und Nutzung von Energie in unserem Körper steuert. Kohlenhydrate wie Glucose dienen als Hauptenergiequelle für Zellen und werden durch verschiedene Stoffwechselwege abgebaut, um ATP, das universelle „Energiegeld“ der Zellen, zu erzeugen. Diese Prozesse finden sowohl im Cytoplasma als auch in den Mitochondrien der Zellen statt und ermöglichen eine effiziente Energiegewinnung.
- Glycolyse: Der Abbau von Glucose zu Pyruvat, bei dem Energie in Form von ATP und NADH gewonnen wird. Dieser Prozess findet im Cytoplasma statt
- Gluconeogenese: Ein anaboler Weg, der aus Nicht-Kohlenhydrat-Vorläufern wie Lactat und Aminosäuren Glucose bildet, um den Blutzuckerspiegel aufrechtzuerhalten
- Glycogensynthese und Glycogenolyse: Glycogen, eine Speicherform von Glucose, wird in der Leber und den Muskeln gebildet (Glycogensynthese) und bei Bedarf wieder in Glucose umgewandelt (Glycogenolyse)
- Pentosephosphatweg: Ein alternativer Abbauweg von Glucose-6-phosphat, der NADPH und Ribose-5-phosphat produziert – beides wichtige Moleküle für die Biosynthese und den antioxidativen Schutz
Citratzyklus und Atmungskette: Pyruvat wird im Mitochondrium zu Acetyl-CoA umgewandelt und in den Citratzyklus eingeschleust. Die dabei entstehenden Elektronentransporter NADH und FADH2 übertragen ihre Elektronen in die Atmungskette, wo schließlich der Großteil des zellulären ATP gebildet wird
