Eine transkutane Schrittmachertherapie wird im Rettungsdienst bei symptomatischer Bradykardie eingesetzt, z. B. bei AV-Block 3. Grades, wenn Medikamente wie Atropin oder Katecholamine keine ausreichende Wirkung erzielen.
Die Anlage erfolgt über einen Defibrillator mit Schrittmacherfunktion, wobei die Elektroden auf der Brustwand (anterior-posterior oder anterior-lateral) positioniert werden. Die Stimulationsfrequenz und die Stromstärke werden so eingestellt, dass eine elektrische Herzaktion im EKG und eine spürbare Pulswelle erzielt werden.
Im Rahmen der transkutanen Schrittmachertherapie ist eine adäquate Analgesie indiziert, da dieses Verfahren mit gewissen Schmerzen verbunden ist.
Das Ziel besteht darin, den Herzrhythmus temporär zu stabilisieren, bis eine endgültige Therapie eingeleitet werden kann.
- Externer Schrittmacher – Notfallpacing – Schritt für Schritt, Notfallmedizin up2date 2017; 12(04): 351 - 355
- Transkutaner Schrittmacher – Schritt für Schritt, retten! 2024; 13(02): 132 - 135
- Vorgehen bei transkutaner Schrittmacherstimulation, Checkliste Notfallmedizin. Hrsg. 4. Auflage
- Empfehlungen zur externen Kardioversion bei Patienten mit Herzschrittmacher oder implantiertem Kardioverter/Defibrillator, Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V. Published by Springer-Verlag
- Soar et al.: European Resuscitation Council Guidelines 2025 Adult Advanced Life Support, Resuscitation. Band: 215, 2025, doi: 10.1016/j.resuscitation.2025.110769
- Gebrauchsanweisung corpuls3, GS Elektromedizinische Geräte G. Stemple GmbH
- DBRD - Deutscher Berufsverband Rettungsdienst e.V., Musteralgorithmen 2026, Version 11, Stand: 27.02.2026



