Medi Know
Logo Image

Vorbereitung auf die mündliche Prüfung

NotSan-Examen, Mündliches Examen
16 Minuten Lesezeit

Die mündliche Prüfung bildet für Notfallsanitäter:innen oft den Abschluss der Ausbildungs- und gleichzeitig der Prüfungszeit. Während Praxistrainings und schriftliche Prüfungen am Ende der Ausbildung bereits zur Gewohnheit geworden sind, werden mündliche Prüfungen seltener trainiert. Dadurch entstehen oft Unsicherheiten, die in der Prüfungssituation zu Nervosität führen können.

Um diese Unsicherheiten abzubauen, wird in diesem Artikel zunächst der strukturelle Aufbau der Prüfung erläutert und anschließend werden wertvolle Tipps gegeben. Abschließend findet sich eine Art Ablaufplan, der zeigt, wie die Fragestrategie in einer solchen mündlichen Staatsexamensprüfung aussehen kann. So kannst du die Prüfung besser simulieren und hast einen leichteren Start. 

Die mündliche Prüfung bildet den Abschluss der Prüfungszeit. Der Fokus im Fachgespräch zwischen dem Prüfenden und dem Prüfling stehen folgende drei Punkte:

  • Notfall- und Gefahrensituationen bei Menschen aller Altersgruppen zu erkennen, zu erfassen und zu bewerten
  • Kommunikation und Interaktion mit Hilfe suchenden Personen unter soziologischen und psychologischen Aspekten, sowie die Zusammenarbeit in Gruppen und im Team
  • Mitwirken bei medizinischer Diagnostik und Therapie zur Abwendung schweren gesundheitlichen Schadens bis zum Beginn weiterer ärztlicher Versorgung 

Hinter diesen umständlichen Begrifflichkeiten stehen die Prüfungsthemen rund um Pathophysiologie, Kommunikation und geltende Algorithmen

Die Gesamtdauer der Prüfung beträgt mindestens 30 Minuten, nicht mehr als 45 Minuten.  Somit werden jedem Thema etwa 10 bis 15 Minuten gewidmet

Die Prüfungskommission besteht aus zwei Fachprüfer:innen, einer ärztlichen Person und dem Prüfungsvorsitz. Zusätzlich dürfen ggf. Beisitzer:innen der Prüfung beiwohnen. 

Die Prüfungskommission sitzt den Prüflingen oft gegenüber. Das kann im ersten Moment bedrohlich aussehen und so wirken, als ob man einer geschlossenen Front gegenüber säße. 

 Merke

Das Ziel der Prüfung ist es nicht, den Prüfling durchfallen zu lassen, sondern sicherzustellen, dass fähige Notfallsanitäter:innen eigenständig in die Berufswelt starten. Das erworbene Wissen der Ausbildungszeit wird in dieser Prüfung unter Beweis gestellt

Detailwissen und vertiefende Informationen sollten das Bestehen nicht gefährden, sondern lediglich die Note beeinflussen

 Tipp

Die Stimmung im Prüfungsraum wird durch die Anwesenden gestaltet. Ist der Prüfling ruhig und entspannt, wird die Prüfung entspannt und ruhig ablaufen. 

Vor Antritt der Prüfung sollte ausreichend Zeit sein, um an der Prüfstelle anzukommen, einen Toilettengang zu erledigen und ggf. Atemübungen zu machen oder sich mit Getränken zu versorgen. Hier hat jeder Mensch eigene Strategien und Bedürfnisse: Manchen Menschen hilft es, sich noch vor der Prüfung auszutauschen, andere sind eher in sich gekehrt und still. Keine Strategie ist hier der anderen überlegen, und sie ist sehr personenabhängig. 

Formalitäten

Wichtige Dinge, die hier erneut, wie bei jedem Prüfungsabschnitt, kontrolliert werden müssen, sind

  • Identität, ggf. anhand von Ausweispapieren 
  • Prüfungszulassung (liegt der Prüfungskommission meist vor)
  • Prüfungsbereitschaft 
    • Dazu wird gefragt, ob eine gesundheitliche psychische Prüfungsbereitschaft gegeben ist 

Auswahl der Prüfungsthemen

An den meisten Schulen werden die Prüfungsthemen zufällig gewählt und von den Prüfenden aus einer Auflistung oder einem Stapel der Gesamtheit der Prüfungsthemen gezogen oder anderweitig zufällig ausgewählt. 

Jedes in der Ausbildung behandelte Thema kann theoretisch geprüft werden, jedoch handelt es sich überwiegend um große Themenfelder, die definitiv beherrscht werden sollten. 

 Tipp
Immer gut und richtig

Manche Themen können immer unabhängig vom eigentlichen Thema abgefragt werden. Diese Themen müssen also immer und sicher bekannt sein. Wenn du als Prüfling diese Themen erklärst, kannst du auch etwas „Zeit schinden” und dich auf sicherem Terrain bewegen. Ganz getreu dem Motto: In der Zeit in der der Prüfling redet, wird er nichts Anderes gefragt. 

  • SSSS-Schema
  • Eigenschutz 
  • xABCDE-Schema
  • SAMPLERS-Schema
  • OPQRST-Schema je nach Thema  
  • Einordnung von Normwerten und bedrohlichen Veränderungen 

Die genaue Formulierung der Prüfungsthemen obliegt den Schulen selbst. Unten findest du eine Auflistung, wie sie in der Ausbildungsstätte genutzt werden könnte. In der Liste finden sich 40 potenzielle Prüfungen, die anhand von jeweils einem Krankheitsbild aufgebaut sind. Die Inhalte sind exemplarisch zu sehen und dienen vorwiegend der Prüfungssimulation. Der Inhalt der Prüfung kann jedoch auch gänzlich anders aussehen. 

Zur besseren Kontrolle sind besonders relevante Artikel zu den Prüfungsthemen in der Liste als Link hinterlegt. 

 Tipp

Für die Prüfungssimulation sollte ein Wecker gestellt werden, um die vorgeschriebenen 45 Minuten pro Prüfung nicht zu überschreiten. Alternativ kann die Zeit gestoppt werden, um nachträglich zu bewerten, wie lang sich die Prüfung angefühlt hat im Vergleich zu der faktisch gemessenen Dauer. 

ThemaAnatomie / Physiologie / PathophysiologieKommunikationAlgorithmen / Medikamente / Skills
Bolusgeschehen
  • Höhe des Bolus + Auswirkungen
  • Anatomie und Physiologie der Atemwege 
  • Kommunikation mit Angehörigen
  • Sender-Empfänger-Modell 
  • Transaktionsanalyse
  • Freimachen der Atemwege 
  • Laryngoskopie
  • Atemwegssicherung
  • CPR Kind 
Akuter Asthmaanfall / exazerbierte COPD
  • Lungenemphysem / Lungenfibrose
  • Cor pulmonale
  • Mukoziläre Clearance
  • DD: Anaphylaxie 
  • Atemerleichternde Lagerung
  • Aufklärung invasiver Maßnahmen und bei Medikamentengabe
  • Eisberg-Modell
  • Drama-Dreieck
  • Salbutamol 
  • Atrovent
  • Nicht-invasive Beatmung
  • Prednisolon 
Inhalationstrauma
  • Toxisches Lungenödem
  • CO-Intoxikation
  • Verbrennungen 
  • Voranmeldung im Schockraum 
  • Kommunikation mit der Leitstelle 
  • Aufgaben der Leitstelle 
  • Atemwegssicherung
  • Sauerstoffgabe 
  • Nicht-invasive Beatmung 
Thoraxtrauma
  • Pneumothorax vs. Hämatothorax
  • Spannungspneumothorax
  • Polytrauma
  • Kommunikation mit der Polizei 
  • Deeskalierende Kommunikation 
  • Feedback
  • Entlastungspunktion 
  • Thoraxdrainage
  • Analgesie
Anaphylaxie
  • Stadien der Anaphylaxie
  • Schock 
  • DD: Akuter Asthma-Anfall 
  • Kommunikationsformen 
  • Eisberg-Modell
  • Drama-Dreieck
  • Sicherung der Atemwege 
  • Adrenalin-Gabe 
  • Antihistaminika 
  • Salbutamol
Synkope 
  • Ursachen und Formen einer Synkope 
  • DD: Herzrhythmusstörungen
  • Exsikkose
  • Sender-Empfänger-Modell 
  • Kommunikationsquadrat nach Schulz von Thun
  • i.v.-Flüssigkeitsgabe 
  • Anlage eines Zugangs 
Hypertensiver Notfall 
  • Kreislaufsystem (Hochdruck vs. Niederdruck)
  • Veränderungen bei chronischer arterieller Hypertonie 
  • Akute Komplikationen, z.B. Subarachnoidalblutung, kardiales Lungenödem
  • Ich-Botschaften vs. Du-Botschaften 
  • Axiome nach Watzlawik
  • Urapidil 
  • Glycerolnitrat
Lungenödem
  • Stadien und Ursachen
  • Grundlagen des Herz-Kreislauf-Systems
  • Herzinsuffizienz 
  • Toxisches Lungenödem 
  • DD: Auskultationsbefund einer Pneumonie
  • Aktives Zuhören 
  • Kommunikationsquadrat nach Schulz von Thun
  • Transaktionsanalyse
  • Furosemid 
  • Glycerolnitrat
  • Nicht-invasive Beatmung 
Akutes Koronarsyndrom
  • Grundlagen des Herz-Kreislauf-Systems
  • Angina Pectoris
  • NSTEMI vs. STEMI

     

  • Axiome nach Watzlawik
  • Personenzentrierter Ansatz
  • CPR Erwachsene 
  • ACS
  • 12-Kanal-EKG anlegen und interpretieren
  • ASS
  • Glycerolnitrat
  • Heparin
  • Morphin / Nalbuphin
Lungenarterienembolie
  • Grundlagen des Herz-Kreislauf-Systems
  • Rechtsherzinsuffizienz
  • Differnzialdiagnosen
  • Sender-Empfänger-Modell 
  • Drama-Dreieck
  • 12-Kanals-EKG anlegen und interpretieren 
  • ASS
  • Heparin
  • Sauerstoffgabe 
Bradykarde oder tachykarde Herzrhythmusstörungen 

 

  • Grundlagen des Herz-Kreislauf-Systems
  • AV-Blockierungen
  • Schmalkomplex vs. Breitkomplextachykardie
  • Kommunikationsquadrat nach Schulz von Thun
  • Feedback
  • Kardioversion und externe Schrittmacher-Anlage
  • 12-Kanals-EKG anlegen und interpretieren 
  • Adrenalin
  • Atropin
  • Metoprolol
  • Amiodaron
Schock
  • Schockformen 
  • Stadien (kompensierter, dekompensierter, irreversibler Schock)
  • Regulation des Blutdrucks und des Herzzeitvolumens 
  • Soziale Kommunikation
  • Sender-Empfänger-Modell 
  • Ich- und Du-Botschaften
  • Lagerung
  • Adrenalin 
  • Anlage eines Zugangs
  • i.v.-Flüssigkeitsgabe 
  • Tourniquet-Anlage
Gastrointestinale Blutung 
  • Pfortadersystem 
  • Durchblutung der Bauchorgane 
  • (Anatomische) Unterscheidung obere vs. untere GI-Blutung 
  • 10-for-10 Prinzip 
  • Eisberg-Modell
  • Transaktionsanalyse
  • Anlage eines Zugangs
  • i.v.-Flüssigkeitsgabe 
  • Atemwegssicherung
Akutes Aortensyndrom 
  • Gefäßwandaufbau
  • Anatomischer Aufbau der Aorta 
  • Unterscheidung der Aortenaneurysmen (gedeckt vs. ungedeckt, thorakal vs. abdominell)
  • Kommunikationsquadrat nach Schulz von Thun
  • Personenzentrierter Ansatz
  • Feedback
  • Permissive Hypotension
  • Anlage eines Zugangs
  • i.v.-Flüssigkeitsgabe 
  • Atemwegssicherung
Krampfanfall
  • Unterscheidung der Symptomatik (tonisch vs. klonisch, generalisiert vs. fokal)
  • Fieberkrampf 
  • Psychogene Krampfanfälle
  • DD: Intrazerebrale Blutungen
  • Soziale Kommunikation
  • Transaktionsanalyse
  • Midazolam
  • Diazepam
  • Levetiracetam
  • Verabreichung von Medikamenten mittels MAD
  • Anlage eines Zugangs
  • i.v.-Flüssigkeitsgabe 
Schlaganfall
  • Unterscheidung und Genese hämorrhagisch vs. ischämisch 
  • Erklärung “Was ist eine Stroke Unit?”
  • Thrombektomie vs. Lysetherapie
  • Verbale, paraverbale und nonverbale Kommunikation
  • Sender-Empfänger-Modell 
  • LAMS-Score
  • BE-FAST
  • Anlage eines Zugangs
  • i.v.-Flüssigkeitsgabe 
  • Sauerstoffgabe 
Schädel-Hirn-Trauma und Wirbelsäulentrauma
  • Kategorisierung Schädel-Hirn-Trauma 
  • Primäre und sekundäre Hirnschädigung
  • Cushing-Trias
  • Glasgow Coma Scale 
  • Eisberg-Modell
  • Axiome nach Watzlawik
  • Immobilisation
  • Anlage eines Zugangs
  • i.v.-Flüssigkeitsgabe 
  • Analgesie bei Erwachsenen 
Intoxikation mit Drogen, Opiaten, anderen Medikamenten 
  • Bewusstseinsstörungen 
  • Wirkweise Opioide
  • Akzidentielle Intoxikation vs. suizidale Absicht 
  • DD: Psychose
  • Soziale Kommunikation
  • Stigmatisierung
  • Kommunikation bei Depression oder Suizidalität
  • Giftnotrufzentrale: Möglichkeiten und Begrenzungen 
  • Naloxon 
  • Anlage eines Zugangs
  • i.v.-Flüssigkeitsgabe 
Epistaxis
  • Anatomie und Physiologie der Nase
  • Kommunikationsquadrat nach Schulz von Thun
  • Personenzentrierter Ansatz
  • Ich- und Du-Botschaften
  • Blutstillung
  • Tranexamsäure
  • Anlage eines Zugangs
  • i.v.-Flüssigkeitsgabe 
Glaukom
  • Anatomie und Physiologie Auge (insb. Produktion Kammerwasser und entspr. Drainage)
  • Augeninnendruck 
  • Drama-Dreieck
  • Feedback
  • Anlage eines Zugangs
  • i.v.-Flüssigkeitsgabe 
Amputationsverletzung und Extremitätentrauma
  • Hämorrhagischer Schock
  • Frakturen und verschiedene Verletzungen der Extremitäten
  • DD: Suizidversuch 
  • Kommunikation bei Depression oder Suizidalität
  • Eisberg-Modell
  • Druckverband
  • Anlage eines Tourniquets 
  • Analgesie
  • Anlage eines Zugangs
  • i.v.-Flüssigkeitsgabe 
Polytrauma
  • Definition eines Polytraumas
  • Prioritätengemäße Versorgungsstrategie 
  • Trauma-induzierte Koagulopathie (TIC)
  • Letale Trias
  • Verbale, paraverbale und nonverbale Kommunikation
  • Axiome nach Watzlawik
  • Transaktionsanalyse
  • Trauma-CPR
  • Immobilisation
  • Tranexamsäure
  • Anlage eines Zugangs
  • Analgesie
  • i.v.-Flüssigkeitsgabe 
  • Atemwegssicherung 
Abdominaltrauma

 

  • Besonderheiten einer zweizeitigen Milzruptur
  • Blutvolumen wichtiger Bauchorgane
  • Absoluter Volumenmangel
  • Stumpfe vs. penetrierende Verletzungen
  • Sender-Empfänger-Modell 
  • Kommunikationsquadrat nach Schulz von Thun
  • Wundversorgung
  • Erkennen von freier Flüssigkeit im Abdomen (Sono)
  • Tranexamsäure
  • Anlage eines Zugangs
  • i.v.-Flüssigkeitsgabe 
  • Analgesie
Akute Appendizitis
  • Schmerzpunkte bei Appendizitis 
  • Komplikationen, z.B. Sepsis
  • DD: Stieldrehung, Ileus, Nierensteinleiden 
  • Personenzentrierter Ansatz
  • Drama-Dreieck
  • Feedback
  • Anlage eines Zugangs
  • i.v.-Flüssigkeitsgabe 
  • Analgesie 
Hypoglykämie und Hyperglykämie
  • Steuerung von Insulin und Glukagon 
  • Unterscheidung versch. Diabetes-Typen 
  • DD: Bewusstseinsstörungen (Intoxikation, SHT, weitere Stoffwechselentgleisung)
  • Verbale, paraverbale und nonverbale Kommunikation
  • Eisberg-Modell
  • Transaktionsanalyse
  • Glucose 
  • Glucagon 
  • Anlage eines Zugangs
  • i.v.-Flüssigkeitsgabe 
Nierensteinleiden
  • Anatomie und Physiologie Niere 
  • Schmerzmuster bei Nephrolithiasis
  • DD: Appendizitis, Stieldrehung, Trauma
  • Drama-Dreieck
  • Verbale, paraverbale und nonverbale Kommunikation
  • Anlage eines Zugangs
  • i.v.-Flüssigkeitsgabe 
  • Analgesie bei Erwachsenen
Hodentorsion
  • Anatomie und Physiologie der Hoden 
  • Versorgungsstrategie (Wohin? Wie schnell? Was tun?)
  • Axiome nach Watzlawik
  • Personenzentrierter Ansatz
  • Anlage eines Zugangs
  • i.v.-Flüssigkeitsgabe 
  • Analgesie bei Erwachsenen
Stieldrehung bei Ovarialzyste
  • Anatomie und Physiologie Ovar, Tube und Uterus 
  • Komplikationen
  • DD: Appendizitis, Nierensteinleiden, EUG
  • Soziale Kommunikation
  • Verbale, paraverbale und nonverbale Kommunikation
  • Sender-Empfänger-Modell 
  • Anlage eines Zugangs
  • i.v.-Flüssigkeitsgabe 
  • Analgesie bei Erwachsenen
Extrauteringravidität
  • Anatomie und Physiologie Ovar, Tube und Uterus 
  • Gefahr bei Nicht-Behandlung
  • Kommunikationsquadrat nach Schulz von Thun
  • Transaktionsanalyse
  • Feedback
  • Anlage eines Zugangs
  • i.v.-Flüssigkeitsgabe 
  • Analgesie bei Erwachsenen
Schwangerschaftsnotfälle
(z.B. Vena-cava-Kompressionssyndrom)
  • Anatomie und Physiologie weibliche Geschlechtsorgane und Schwangerschaft 
  • Mutterpass
  • Erkennen einer vitalen Bedrohung bei einer Schwangeren 
  • Eisberg-Modell
  • Kommunikationsquadrat nach Schulz von Thun
  • Anlage eines Zugangs
  • i.v.-Flüssigkeitsgabe 
  • Medikamente in der Schwangerschaft 
Geburt und Geburtskomplikationen
  • Ablauf einer Geburt
  • Maßnahmen und Vorbereitung bei einer Geburt 
  • Gefahren und Komplikationen 
  • Personenzentrierter Ansatz
  • Ich- und Du-Botschaften
  • Fenoterol
  • Oxytocin
  • Geburt 
  • Versorgung eines Neugeborenen 
Verbrennung 
  • Anatomie / Physiolgie der Haut
  • Beurteilung des Verbrennungsgrades
  • Errechnung des Flüssigkeitsbedarfs bei großflächiger Verbrennung 
  • Komplikationen im weiteren Verlauf 
  • Aufnahme in Verbrennungszentrum 
  • Verbale, paraverbale und nonverbale Kommunikation
  • Axiome nach Watzlawik
  • Wundversorgung
  • Anlage eines Zugangs
  • i.v.-Flüssigkeitsgabe 
  • Analgesie
Hyperthermische Notfälle
  • Unterscheidung Sonnenstich vs. Hitzeerschöpfung vs. Hitzschlag 
  • Gefährdete Personengruppen 
  • Anatomie Meningen und Reaktion bei Sonnenstich
  • Drama-Dreieck
  • Ich- und Du-Botschaften
  • Anlage eines Zugangs
  • i.v.-Flüssigkeitsgabe 
Hypothermie
  • Stadien der Hypothermie und entsprechende Komplikationen
  • Erfrierungen und deren Versorgung 
  • Passive vs. aktive Erwärmung 
  • Personenzentrierter Ansatz
  • Transaktionsanalyse
  • Anlage eines Zugangs
  • i.v.-Flüssigkeitsgabe 
  • Analgesie bei Erwachsenen
Sepsis
  • Septischer Schock
  • Scores zur Einordnung einer Sepsis 
  • Typische Infektionsherde
  • Verbale, paraverbale und nonverbale Kommunikation
  • Eisberg-Modell
  • Feedback
  • Anlage eines Zugangs
  • i.v.-Flüssigkeitsgabe
Körperliche und/oder sexuelle Misshandlung 
  • Rechtsmedizinische Aspekte
  • Verhalten an einem „Tatort“
  • Soziale Kommunikation
  • Sender-Empfänger-Modell 
  • Kommunikationsquadrat nach Schulz von Thun
  • Anlage eines Zugangs
  • i.v.-Flüssigkeitsgabe 
  • Analgesie bei Erwachsenen
Benigner paroxysmaler Lagerungsschwindel
  • Anatomie und Physiologie Ohr und Gleichgewichtsorgan
  • Schwankschwindel vs. Drehschwindel 
  • DD: Morbus Menière, Schwindel anderer Genese
  • Axiome nach Watzlawik
  • Transaktionsanalyse
  • Anlage eines Zugangs
  • i.v.-Flüssigkeitsgabe 
Reanimation Erwachsener 
  • Schockbar vs. Nicht-schockbar Kreislaufstillstand
  • Ablauf einer Reanimation
  • ROSC-Management
  • Komplikationen und Gefahren einer Reanimation 
  • Kommunikation mit Feuerwehr und Polizei 
  • Kommunikation mit Angehörigen
  • Eigenschutz
  • Atemwegssicherung
  • Reanimation Erwachsener 
  • Adrenalin 
  • Amiodaron
  • Defibrillation
Reanimation Kinder
  • Besonderheiten kindlicher Anatomie und Physiologie
  • Unterschiede zur Reanimation Erwachsener 
  • Reanimation von Neugeborenen
  • Soziale Kommunikation
  • Besonderheiten im Umgang mit Kindern und Eltern im Einsatz
  • Feedback
  • Reanimation Kinder
  • Adrenalin
  • Atemwege freimachen
  • Atemwegssicherung 
Pseudokrupp vs. Epiglottitis
  • Besonderheiten kindlicher Anatomie und Physiologie 
  • Unterscheidung Pseudokrupp vs. Epiglottitis 
  • Besonderheiten im Umgang mit Kindern und Eltern im Einsatz
  • Eisberg-Modell
  • Personenzentrierter Ansatz
  • Adrenalin
  • Ibuprofen
  • Paracetamol
  • Prednisolon (Zäpfchen)
  • Sauerstoffgabe 
  • Umgang mit dem Kinderlineal 
 Achtung

Die Prüfungsthemen sind exemplarisch zu sehen und können auch in anderer Zusammensetzung oder einem anderen Umfang abgefragt werden. Die Liste dient hauptsächlich zur Übung und um die mündliche Prüfung realitätsnah simulieren zu können. 

Klares und strukturiertes Sprechen:

  • Erst die Grundlagen kurz erklären, bevor man in die Tiefe geht
    • Starte mit einer kurzen, auswendig gelernten Definition, um dir selbst den Start zu erleichtern und strukturiert in die Prüfung zu starten 
    • Darauf aufbauend können Diagnostik und Therapie erläutert werden 
  • Bei einem Fallbeispiel sollte man strukturiert zuerst die Anamnese und körperliche Untersuchung und anschließend die weitere Diagnostik abfragen
    • Auch wenn man früh eine Verdachtsdiagnose hat, sollte man sich nicht sofort auf diese festlegen. Ggf. kann man erste Verdachtsdiagnosen äußern und laut überlegen
    • Bei Ausnahmen kann abgewichen werden: z.B. sollten bei einem STEMI frühzeitig die therapeutischen Erstmaßnahmen und die Notwendigkeit einer schnellen Herzkatheteruntersuchung erwähnt werden
  • In der Prüfung sollte klar und präzise formuliert werden
    • Man sollte Fachbegriffe verwenden und korrekt einsetzen
    • Weiterhin sollte man Umgangssprache vermeiden
    • Es bringt aber auch keinen Mehrwert, wenn man die Informationen überkompliziert darstellt
    • Das Niveau sollte so gewählt sein, dass man versucht, einer anderen medizinischen Fachperson das Thema möglichst verständlich zu erklären
 Tipp
Grundlagen erklären

Die Prüfer:innen sind meistens gar nicht so sehr an den Spezialinformationen interessiert, viel wichtiger ist ihnen in der Regel, dass man die Grundlagen kann. Im Beruf kommt es auch weniger darauf an, ob man eine extrem seltene Krankheit kennt. Viel wichtiger ist es, dass man einen Herzinfarkt erkennt.

Manchmal ist weniger mehr! 

Geduld und Ruhe bewahren:

  • In einer mündlichen Prüfung kann es vorkommen, dass Fragen unklar erscheinen oder man ins Stocken gerät
  • In solchen Momenten ist es wichtig, ruhig zu bleiben und ggf. Rückfragen zu stellen, um die Frage besser zu verstehen
  • Ein tiefes Durchatmen hilft, die Nervosität zu reduzieren und den Faden wiederzufinden
  • Wenn man eine Frage mal nicht weiß, ist dies völlig normal
    • Dies sollte offen kommuniziert werden, z.B. „Diese Frage kann ich leider nicht beantworten.“
    • Zuzugeben, dass man eine Frage nicht weiß, ist häufig besser, als eine falsche Antwort zu geben
    • Hat man ein paar Hintergrundinformationen parat, kann man diese ggf. erklären, z.B. Frage: „Welche Region ist bei ST-Streckenhebungen in den Ableitungen II, III und aVF betroffen?“ Antwort: „Diese Frage kann ich leider nicht sicher beantworten. Ich weiß jedoch, dass signifikante ST-Streckenhebungen in mindestens zwei benachbarten Ableitungen für einen STEMI sprechen …“

Übung macht den/die Meister:in:

  • Das Simulieren von Prüfungssituationen im Freundeskreis hilft, die mündliche Prüfungssituation zu üben und Sicherheit zu gewinnen
  • Regelmäßiges mündliches Wiederholen von Themen und das Erklären von Inhalten in der Gruppe stärken das Vertrauen in das eigene Wissen und die Fähigkeit, Inhalte einfach und verständlich zu erklären
 Tipp

Man kann sich zu jedem Thema die wichtigsten Informationen auf einer Seite zusammenfassen und anschließend üben, diese strukturiert vorzustellen.

Auf Körpersprache achten und gepflegt auftreten:

  • Die Körpersprache spielt bei mündlichen Prüfungen eine große Rolle
    • Eine aufrechte Haltung, Blickkontakt und gezielte Gesten erhöhen das eigene Selbstbewusstsein, unterstreichen die eigene Sicherheit und Kompetenz und können die Prüfung positiv beeinflussen
    • Unruhegesten wie das Spielen mit einem Stift oder das Wippen mit dem Fuß sollten vermieden werden
  • Die Prüfung erfolgt in der Regel in Dienstkleidung
    • Sofern keine Dienstkleidung getragen wird, ist auf gepflegte Kleidung zu achten:
      • Für Männer wird eine Hose mit neutralem Hemd empfohlen
      • Frauen sollten bei einer mündlichen Prüfung z.B. einen Blazer mit einer neutralen Bluse, mit normalem Ausschnitt und einen Rock, der nicht zu kurz ist, oder eine Anzughose oder eine Stoffhose tragen
  • Es ist auf ein gepflegtes äußeres Erscheinungsbild zu achten:
    • Geschlossene und saubere Schuhe
    • Gepflegte Haare
Zuletzt aktualisiert am 27.05.2026
Einführung in den NotSan-Examenslernplan
BGA-Fallbeispiel 1
Deine Medizin-Lernplattform
Jetzt weiterlesen
Zugang zu diesem und über 800 weiteren leitlinienbasierten Artikeln, unserem einzigartigen medizinischen AI-Tutor und Quiz